Executive Search

Was versteht man unter Executive Search?

Der Begriff Executive Search (auch Direct Search bzw. Direktansprache) kommt ursprünglich aus den USA und steht für die Suche nach Executives, also Führungspositionen innerhalb eines Unternehmens. Im Executive Search werden potentielle Kandidaten für eine Vakanz durch einen darauf spezialisierten Personalberater diskret und professionell angesprochen.

 

Da der Executive Search Prozess recht aufwendig ist, kommt er insbesondere bei der Suche nach Top-Führungskräften zum Einsatz, die i. d. R. nicht auf eine Stellenanzeige reagieren würden. In jüngster Vergangenheit haben jedoch einige Executive Search Berater das Angebotsspektrum erweitert und bieten Ihre Dienstleistungen ebenfalls zur Besetzung von Managern auf mittlerer Hierarchieebene und ungewöhnlicher Spezialistenpositionen an.

 

Der Executive Search Prozess

Eine Personalberatung wird von einem Unternehmen exklusiv damit beauftragt, Führungskräfte mit einem bestimmten Erfahrungs- und Branchenprofil zu suchen. Der Executive Search Berater erstellt nach Auftragsvergabe zunächst eine Zielfirmenliste, in der Konkurrenzunternehmen des Auftraggebers aufgelistet und anschließend gründlich untersucht werden. Die Unternehmen werden mit Hilfe eines geschulten Researchers hinsichtlich Ihrer Führungsstruktur genau beleuchtet mit dem Ziel mögliche Kandidaten zu identifizieren. Diese werden dann kontaktiert und im weiteren Verlauf in Interviews mit dem Executive Search Berater qualifiziert und für einen Wechsel motiviert.

 

Im Gegensatz zu einem Personalvermittler, erhält der Headhunter sein Honorar für die erbrachte Dienstleistung nach zuvor fest gelegten Ratenzahlungen. Das teilt die Beraterbranche, denn Personalvermittler, die auch unter dem Begriff Personalberater betitelt werden, sind nicht sehr angesehen, da sie wie ein Lebenslaufmakler nur im Erfolgsfall ein Honorar erhalten. Die Qualität der vorgestellten Kandidaten von Personalvermittlern ist geprägt von Jobsuchern, die gleichzeitig mit vielen Unternehmen und Personalberatern in Kontakt stehen, während der Executive Search Berater strukturiert den gesamten relevanten Markt durchforstet. Das ist für den Kunden zwar zunächst kostspieliger, aber dafür ist die Qualität der Kandidaten deutlich höher.

 

 

Zum besseren Verständnis wird im unteren Teil noch etwas ausführlicher auf die Unterscheide zwischen einem Executive Search Berater (Retained Executive Search) und einem rein auf Erfolgsbasis arbeitenden Headhunter (Contingency Search) eingegangen.

Retained Executive Search

Per Executive Search wird zumeist auf Basis eines Festhonorars gesucht (sog. „retained executive search“, nach dem „retainer“, der fest vereinbarten Honorarzahlung). Das Honorar für diese Dienstleistung wird üblicherweise in drei bis vier (monatlichen) Raten fällig, die zumindest bei großen internationalen Unternehmen unabhängig vom jeweiligen Projektfortschritt sind. Bei weniger großen Unternehmen kann es sein, dass sich der Personalberater verpflichtet, die Raten zumindest abhängig vom Eintreten bestimmter Projektmeilensteine in Rechnung zu stellen.

Contingency Search

Rein auf Erfolgsbasis agierende Headhunter werden „contigency firms“ genannt und sind in der Regel weniger hoch im Markt angesehen. Oftmals sind sie angelsächsischen Ursprungs und im dortigen Markt bei der Besetzung von Spezialistenfunktionen aktiv. Sie versenden auch oftmals Lebensläufe von Kandidaten, ohne dass diese davon wissen, an potenzielle Mandanten. Aufgrund der Vielzahl an gleichzeitig laufenden Suchaufträgen bleibt dem auf erfolgsbasis ausgerichteten Headhunter nur wenig Zeit um sich mit den spezifischen Anforderungen des einzelnen Kunden auseinander zu setzten.

 

Weitere Informationen zum Unterschied zwischen Retained Executive Search und Contingency Search finden Sie in dem englischsprachigen Artikel "The Hidden Benefits of Retained Executive Search".