Honorarmodelle der Personalberater

Für ihre Leistung erhalten Personalberater (bzw. Headhunter) in der Regel eine erfolgsunabhängige Vergütung, die sich am Jahreszielgehalt der zu besetzenden Position orientiert. In der Regel liegen die Honorare der Personalberater zwischen 25 % und 33 % des Jahresbruttogehalts der vakanten Position.

 

Unabhängig davon verlangen Personalberatungen aufgrund des hohen Grundaufwands zumeist ein Mindesthonorar, unter welchem die Aufnahme Ihrer Arbeit wirtschaftlich unrentabel ist. Die große Mehrzahl der Personalberater arbeitet auf Mandatsbasis und verlangen einen Teil des Honorars, bereits bei der Auftragsvergabe. Diese Abschlagsregelung dient zur Deckung der Vorleistung die der Personalberatung im Rahmen des Suchprozesses entsteht.

  • Drittel-Modell: Ein häufig anzutreffendes Abgeltungsmodell ist die sog. Drittelregelung. Beim diesem Modell erhält der Personalberater das erste Drittel der gesamten Beratungsgebühr unmittelbar nach Auftragserteilung. Das zweite Drittel wird fällig, wenn dem Auftraggeber qualifizierte Kandidaten präsentiert wurden, und das letzte Drittel, wenn die Suche erfolgreich abgeschlossen wurde.
  • 50/50-Modell: Manche Personalberater greifen auch auf ein 50/50-Modell zurück, bei dem die Hälfte des Honorars bei Auftragserteilung und die die zweite Hälfte bei Einstellung eines zuvor präsentierten qualifizierten Kandidaten fällig wird.
  • Zeitaufwand: Zudem gibt es noch ein Modell bei dem das Honorar des Personalberaters nach Zeitaufwand verrechnet wird und sich die Bezahlung nach tatsächlichem Aufwand auf Basis eines festen Stundenlohns bzw. Tagessatzes richtet. Der Personalberater erhält somit auch im Falle einer Nichtbesetzung der Stelle das komplette Honorar vom Auftraggeber.
  • 100%-Erfolgsmodell: Vereinbaren Auftraggeber und Personalberater ein 100%-Erfolgsmodell, wird der Personalberater nur bei einer erfolgreichen Besetzung einer Führungsposition vergütet, d.h. wenn der Kandidat ein Vertragsangebot des Auftraggebers unterzeichnet. 

Bei Personalberatern die nicht auf eine Abschlagsregelung wie z.B. der Drittelregelung bestehen oder sich im Falle einer erfolgsabhängigen Tätigkeit durch eine vertraglich festgehaltene Exklusivität absichern, kann der Kunde davon ausgehen, dass keine Direktsuche durchgeführt wird, da in einem solchen Fall das Ausfallrisiko für die Personalberatung zu hoch ist, um den Aufwand einer umfassenden Recherche und Direktansprache unternehmerisch rechtfertigen zu können.